Geschichtlicher Rückblick
Dr.
Clarence Dennis und sein Team führte am 5. April 1951 an der
Universitätsklinik von Minnesota die erste bekannte Operation am
offenen Herzen durch, und setzte dabei eine mechanische
Unterstützung von Herz und Lunge ein. Der Patient überlebte die
Operation an einem komplexen congenitalen Herzdefekt leider nicht.
Daraufhin folgten vier Jahre lang Laborexperimente mit Hunden.
Die erste erfolgreiche Operation am offenen Herzen mit einer
Herzlungenmaschine wurde von John Gibbon am 6. Mai 1953 in der
Thomas Jefferson Universitätsklinik in Philadelphia durchgeführt. Er
korrigierte einen Vorhofseptumdefekt an einer 18-jährigen jungen
Frau.
Die ersten Konzepte zu einem Oxygenator stammen aus dem 17.
Jahrhundert von Robert Hooke und wurden durch französische und
deutsche Forscher im 19. Jahrhundert umgesetzt.
Die sog. „Bubble Oxygenatoren“ hatten einen direkten
Luft-Blutkontakt. Hier strömte Luft durch ein Reservoir, das mit
Blut gefüllt war. Membranoxygenatoren hingegen hatten eine
gasdurchlässige Membran zwischen Blut und Gasgemisch, was die
Blutschädigung reduzierte.
Herz-Lungen-Maschine (Bundesarchiv_Bild Nr.
183-1986-0507-302,
Bad_Berka,Herzklinik)